Auszahlschein für Krankengeld

Der Auszahlschein für Krankengeld

Der Auszahlschein für Krankengeld ist quasi der „Antrag“, mit dem Versicherte ihren Anspruch auf Krankengeld bei der Krankenkasse geltend machen. Wie bekommt man als Betroffener den Auszahlschein, und was ist dann damit zu tun?

Den Auszahlschein für Krankengeld erhalten Versicherte von ihrer Krankenkasse zugeschickt, wenn sie arbeitsunfähig erkrankt sind und die Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber erschöpft ist. Ab dem Ende der Lohnfortzahlung – die in der Regel sechs Wochen beträgt – ist dann die Krankenkasse für die Lohnfortzahlung zuständig. Um die korrekte Höhe des Krankengeldes zu ermitteln, braucht die Kasse einige Angaben, die sie zunächst beim Arbeitgeber einholt – in Form der Verdienstbescheinigung. Doch auch der Versicherte bekommt Post von der Krankenkasse. Darin enthalten: der Auszahlschein.

Auszahlschein für Krankengeld: Angaben von Arzt und Patient erforderlich

 

Die Krankenkasse nennt ihrem Versicherten zugleich einen Termin, zu dem er – mit dem Auszahlschein für Krankengeld im Gepäck – bei seinem Arzt vorstellig werden muss.

Denn der Arzt muss auf dem Auszahlschein die Daten der Arbeitsunfähigkeit eintragen.

Auch, ob die Arbeitsunfähigkeit weiter fortbesteht und ob ein Krankenhausaufenthalt vorliegt, wird im Auszahlschein erfasst.

Hat der Arzt die nötigen Angaben eingetragen und das Formular mit seiner Unterschrift und seinem Stempel versehen, muss auch der Versicherte selbst noch einige Angaben auf dem Auszahlschein machen.

Die Krankenkasse möchte von dem Erkrankten etwa wissen, ob er Renten, ein Ruhegehalt nach Beamtenrecht, Leistungen aus einer öffentlich-rechtlichen Versorgungseinrichtung oder Ähnliches bezieht – da sich solche Einkünfte auf den Krankengeldanspruch auswirken können. Auch wichtig, diesmal für den versicherten selbst: Die Daten der Bankverbindung müssen ebenfalls im Auszahlungsschein eingetragen werden – irgendwie muss das Krankengeld ja auch zu seinem Empfänger gelangen.

Zahlung von Krankengeld nur bis zum Unterschriftsdatum auf dem Auszahlungsschein.

Haben Arzt und Anspruchsteller alle notwendigen Angaben gemacht, wird der Der Auszahlschein für Krankengeld - ein BeispielAuszahlschein für Krankengeld wieder an die Krankenkasse geschickt, die dann – ein berechtigter Anspruch vorausgesetzt – die Auszahlung des Krankengeldes veranlasst. Gezahlt wird – von wenigen Ausnahmen einmal abgesehen – immer nur bis zu dem Tag, an dem der Arzt den Auszahlschein unterschrieben hat. Auch wenn die Arbeitsunfähigkeit noch länger andauert und darüber eine Bescheinigung vorliegt, ist das Datum der Unterschrift entscheidend. So soll eine Krankengeld-Überzahlung vermieden werden, die dann eintreten könnte, wenn der Versicherte vor Ablauf seiner Krankschreibung seine Arbeit wieder aufnimmt. Ab dann erhält der Krankengeldbezieher wieder sein reguläres Arbeitsentgelt. Die Krankenkasse müsste also bei einer Vorauszahlung zu viel gezahltes Krankengeld von ihrem Versicherten wieder zurückfordern – was mit einigem Aufwand verbunden ist. Um dies von vornherein auszuschließen, wird nur rückwirkend bis zum Unterschriftsdatum des Auszahlscheins gezahlt.

Sollte die Arbeitsunfähigkeit übrigens länger andauern, schickt die Krankenkasse dem Patienten einen neuen Auszahlschein für Krankengeld zu – mit dem dieser dann wieder bei seinem Arzt vorstellig werden muss.

 

 

ACHTUNG! Ab dem 01.01.2016 ist das Procedere zum Krankengeld- Auszahlschein neu geregelt! Wie in Zukunft die Beantragung des Krankengeldes funktioniert, erfahren Sie hier!

 

 

Meldung:

Krankengeld-Urteil des BSG: Krankengeldanspruch auch bei Krankschreibung am letzten Arbeitstag

 

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