neuer Krankengeld-Antrag

Beantragung des Krankengeldes ab 2016 neu geregelt

Seit dem 1. Januar 2016 ist die Beantragung des Krankengeldes bei Angestellten neu geregelt. Wichtig: auch nach Inkrafttreten der Neuregelung ist die Mitwirkung des Versicherten notwendig, um in den Genuss des Krankengeldes von der Krankenkasse zu kommen.

Wie funktioniert der “Krankengeld-Antrag” in Zukunft?

Nach wie vor informiert der Arbeitgeber die Krankenkasse des Versicherten darüber, wann die Lohnfortzahlung endet und wie hoch das Gehalt des Versicherten war. Ihr Arzt bescheinigt die Arbeitsunfähigkeit auch nach dem Ende der Lohnfortzahlung auf der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, auch als ”gelber Schein” bekannt. Die erste Seite der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist für die Krankenkasse bestimmt und sollte dieser vom Versicherten umgehend zugeschickt werden, um Verzögerungen in der Bearbeitung möglichst zu vermeiden.

 

 

Hat ausgedient: der Krankengeld-Auszahlschein

Wie geht es weiter mit der Beantragung des Krankengeldes?

 Wenn die Krankenkasse die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung erhalten hat, erhalten Sie als Versicherter alle weiteren notwendigen Unterlagen von Ihrer Kasse zugeschickt. Nach Abschluss der Bearbeitung durch die Krankenkasseerhalten Sie rückwirkend Ihr Krankengeld ausgezahlt. Dies erfolgt in der Regel rückwirkend: das heißt, die Krankenkasse zahlt das Krankengeld ab Ende des Gehaltes oder bis zu dem Tag der ärztlichen Feststellung der Arbeitsunfähigkeit.

 

Was ist beim Krankengeld sonst noch zu beachten

Versicherte, die Krankengeld beantragt und erhalten haben, sollten den Bezug von Krankengeld in ihrer Steuererklärung keinesfalls verschweigen, denn die Höhe und die Dauer des Krankengeldes meldet die Krankenkasse dem Finanzamt! Um das tun zu können, braucht die Krankenkasse die Steuer-Identifikationsnummer des Versicherten. Neben dem Krankengeld werden dem Finanzamt auch andere Entgeltersatzleistungen wie Wahltarif-Krankengeld, Verletztengeld oder Versorgungs-Krankengeld gemeldet.

Wieviel Krankengeld gibt es?

Die Krankengeldhöhe ist auch in Zukunft verdienstabhängig. Grundsätzliche Regel: es gibt 70 % des Bruttoeinkommens, wozu auch einmalige Zahlungen wie Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld gehören. Mehr als 90 % des letzten Nettogehaltes darf das Krankengeld jedoch nicht betragen. Weiterhin gezahlt werden müssen die Sozialversicherungsbeiträge für Pflegeversicherung Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung - nur Beiträge zur Krankenversicherung werden in dieser Zeit nicht fällig.

 

 

 

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