Krankentagegeld

Krankentagegeld

Das Krankentagegeld ist im Gegensatz zum Krankengeld der Krankenkasse eine private Zusatzversicherung, die überwiegend von der privaten Versicherungswirtschaft angeboten wird - inzwischen auch zunehmend in Kooperation mit der gesetzlichen Krankenkasse. Beweggrund für den Abschluss eines Krankentagegeld-Tarifs ist meist die Motivation Einkommenseinbußen im Krankheitsfall aufzufangen.

 

Während manche Quellen vor allem Selbstständige und Freiberufler als Haupt-Klientel der Krankentagegeld-Anbieter sehen, sind es vielfach auch Angestellte, die sich auf diese Weise absichern. Da das Krankengeld, das die gesetzliche Krankenkasse zahlt, mitunter beträchtlich unter dem normalen Nettoeinkommen liegt, lassen sich mit dem Krankentagegeld finanzielle Engpässe vermeiden.

 

Krankentagegeld-Vorsorge unterliegt dem Bereicherungsverbot.
 

Das Krankentagegeld, das ein Versicherter im Leistungsfall von seiner Versicherung erhält, ist in der Höhe durch das Bereicherungsverbot begrenzt. Das bedeutet, dass Krankentagegeld, Krankengeld und sonstige Krankentagegelder zusammen das durchschnittliche Nettoeinkommen aus beruflicher Tätigkeit nicht überschreiten dürfen. Grundlage für die Berechnung ist das durchschnittliche Einkommen in den letzten 12 Monaten vor Eintritt der Arbeitsunfähigkeit. Um eine solche Überversorgung zu verhindern, sind Krankentagegeld-Versicherte dazu verpflichtet, ihrem Versicherer eine Verringerung ihres Nettoeinkommens mitzuteilen, sofern es sich nicht um lediglich vorübergehende Einbußen handelt.

 

Krankentagegeld: Karenzzeiten beachten.

 

Krankentagegeld wird in der Praxis erst nach Verstreichen einer bestimmten Frist gezahlt, die Karenzzeit genannt wird. Während die Karenzzeit bei Selbstständigen und Freiberuflern einige wenige Tage betragen kann (eine Leistung ist je nach Anbieter schon ab dem 4. Tag der Arbeitsunfähigkeit möglich), müssen Arbeitnehmer meist 42 Tage warten, ehe ein Leistungsanspruch auf Krankentagegeld entsteht. Der Grund ist die vom Arbeitgeber zu tragende Lohnfortzahlung, die in der Regel sechs Wochen beträgt.

 

Verwechslungsgefahr mit anderen Tarifen.


Beim Abschluss eines Krankentagegeld-Tarifes sollte darauf geachtet werden, dass es zu keiner Verwechslung der angebotenen Versicherungstarife kommt – etwa mit dem Krankenhaustagegeld. Letzteres leistet nur im Falle eines stationären Krankenhausaufenthaltes, während die Krankentagegeldversicherung das Risiko von Einkommenseinbußen im Falle einer krankheits- oder unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit abdeckt. Verwechslungen dieser Art passieren öfter, als man vielleicht meinen möchte. Im Ernstfall können die Folgen jedoch weitreichend sein, wenn der Versicherer wegen eines irrtümlich abgeschlossenen Krankenhaustagegeldes die Zahlung des gewünschten Krankentagegeldes verweigert.

 

 

 

Meldung:

Krankengeld-Urteil des BSG: Krankengeldanspruch auch bei Krankschreibung am letzten Arbeitstag

 

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